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PRESSE INFORMATION zum Weltasthmatag am 2. Mai 2017

PRESSE INFORMATION zum Weltasthmatag am 2. Mai 2017

Durchatmen im Bauch des Bergs

Heilstollen-Therapien können die Medikamenten-Dosen bei Asthma reduzieren

(Wien/Oberzeiring 28.04.2017) Rund 500.000 Österreicher sind von Asthma bronchiale betroffen, darunter besonders viele Kinder. Die typischen Hustenanfälle und die damit verbundene Atemnot stellen sogar die häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter dar. Ob jung oder alt - um die Abhängigkeit von Medikamenten zu reduzieren, empfiehlt die WHO (Weltgesundheitsorganisation) in Aussendungen wiederholt, vor allem auch die typischen Auslöser (Trigger) für allergisches Asthma – z.B. häusliche Allergene, Luftschadstoffe, Pollen – zu meiden. Da dies im zunehmend umweltbelasteten Alltag schwer möglich ist, erleben die seit über 100 Jahren praktizierten Höhlen- bzw. Heilstollentherapien eine Renaissance.

Absolut allergenfreie Luft

Was ist das Besondere an einem Heilstollen bei Allergien und Erkrankungen der Atemwege? Die Luft im Stollen enthält keinerlei Pollen oder Pilzsporen und ist somit absolut allergenfrei. Sie gelangt nicht durch Zirkulation in den Stollen, sondern tritt durch die Wände ein, nachdem sie vorher durch viele Meter Schiefergestein gereinigt wurde. Durch die konstant hohe relative Feuchtigkeit findet in der Höhle selbst eine zweite Reinigung der Luft statt: Winzige Feuchtigkeitstropfen fangen eingedrungene Staub- und Allergenpartikel ein, und lagern diese an den Wänden oder dem Boden als Sedimente ab, sodass sie ihre Schädlichkeit verlieren.

Gute Wirksamkeit auch bei Kindern

Um die Relevanz einer Heilstollen-Therapie bei Kindern zu überprüfen, führte man etwa an der Universität Ulm eine medizinische Studie mit asthmakranken Kindern zwischen vier und zehn Jahren durch. Eine Gruppe erhielt eine medikamentöse Dreiwochen-Therapie, die andere eine ebenso lange Kurtherapie mit täglicher Einfahrt in den Heilstollen. Das Ergebnis: Kinder, die an der Heilstollen-Therapie teilgenommen hatten, konnten ihre Lungenvitalkapazität bereits um ca. 10% verbessern, die Hustenattacken gingen deutlich zurück. Die Auswertung der Studiendaten zeigte zudem, dass schwerer belastete Kinder stärker von der Höhlentherapie profitierten als solche mit leichtem Asthma.

Spezielle Kinderkur in Oberzeiring

Auch in Österreich hat die Höhlen-Therapie Tradition. Ein zusätzliches, eigenes Kurprogramm für Kinder bietet der aus einem mittelalterlichen Silberbergwerk entstandene Heilstollen Oberzeiring (Steiermark) an. „Beim Einatmen der ganzjährig konstanten Lufttemperatur von 8 Grad Celsius und der im Heilstollen Oberzeiring extrem hohen Luftfeuchtigkeit von 98% erwärmt sich die Luft in den Atemwegen auf 37° Celsius. Durch diesen Feuchtigkeitsentzug erweitern sich diese, man kann wieder leichter ausatmen und gewinnt so das gute Gefühl, mehr Luft zu bekommen“, erklärt Kurarzt Dr. Hans-Peter Maier.

Neben den täglichen Einfahrten in den Heilstollen wird das Kurprogramm durch zahlreiche Therapien wie etwa schleimlösende Klopfmassagen, Moorpackungen, Inhalationen und Atemgymnastik, etc. ergänzt. Auch Outdoor-Aktivitäten stehen in dem auf gesunden 1.000 Höhenmetern gelegenen Kurzentrum bei Jung und Alt hoch im Kurs. Leichte Wanderungen mit Almjause, Märchenwaldbesuche und Ausflüge zu den sanftmütigen Alpakas sorgen für Abwechslung und fördern das gute Durchatmen. 

Wie lange hält die Wirkung?

Die Nachhaltigkeit kurmäßiger Heilstollentherapie ist individuell unterschiedlich. „Manche unserer Patienten kommen damit fast ein Jahr gut über die Runden, andere kommen zumindest für einige Monate mit weniger Arzneimitteln aus und sind seltener krank. Aber die meisten Kurgäste berichten schon nach wenigen Tagen, dass sie besser durchschlafen, weil sie weniger Atemprobleme haben“, weiß Kurarzt Dr. Maier.

Für wen eine Stollen-Therapie empfehlenswert ist:

Neben Asthma bronchiale-Patienten ist die allergenfreie Luft im Heilstollen auch für Pollenflug-Allergiker (nach der Blütezeit), für Menschen mit chronischer Bronchitis oder Sinusitis, COPD-Patienten sowie für Kinder mit Pseudo-Krupp und Keuchhusten eine komplementär-medizinische Behandlungsoption. Heilstollentherapien werden bei entsprechendem Krankheitsbild von den meisten Krankenkassen übernommen und können auch privat gebucht werden. Neben dem Heilstollen Oberzeiring werden Höhlentherapien in Österreich beispielsweise auch in Bad Bleiberg sowie in Bad Gastein angeboten.

Infos: www.heilstollen.at

 

Foto Heilstollen: Dr. Dr. Wagner Gesundheit & Pflege

 

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